Vorteile der Rohfütterung

Jummy

Warum soll ich Rohes Fleisch füttern?

Der Hund ist ein Karnivor=Fleischfresser. Die gesamte Verdauung ist auf rohem Fleisch und Innereien ausgerichtet. Im weit verbreiteten Trockenfutter ist aber in vielen Produkten aus kosten- und produktionstechnischen Gründen als Hauptbestandteil Getreide vorhanden. Dieses kann der Hund nur schlecht verwerten. Es besteht der Verdacht, dass die enorme Zunahme von so genannten „Zivilisationskrankheiten“ beim Hund, wie Allergien, Diabetes, Erkrankungen des Herz-Kreislaufsystems sowie der Nieren und Bauchspeicheldrüse, Wachstumsstörungen, Krebs etc. in den letzten Jahrzehnten mit der inzwischen weit verbreiteten Ernährung der Hunde mit Industriefutter im Zusammenhang steht. Auffällig ist zudem der stark steigende Anteil von übergewichtigen Hunden, der unter anderem mit dem hohen Anteil an Kohlenhydraten im Fertigfutter zu erklären ist. Da der Hund Kohlenhydrate zuerst in Fett verwandelt, führt dies zu einer verstärkten Neigung zu Übergewicht.

Welche Vorteile bietet die Rohfleischfütterung?

  • Geringere Krankheitsanfälligkeit und bessere Leistungsfähigkeit
  • Allergien bessern sich deutlich bzw. entstehen weniger
  • Weniger Unruhe und bessere Sättigung
  • Deutlich geringere Kotmengen (nur ca. 30-40%)
  • Kaum Übergewicht
  • Schönes Fell
  • Weniger Gelenkschmerzen  
  • Weniger Zahnstein und Mundgeruch

Fertigfutter-was ist das?*)

Alle Hundefuttersorten bestehen zum größten Teil (60-90 Prozent) aus Getreide, was man in der Analyse umgehen kann, indem man die Getreidesorten einzeln auflistet. Dies ist aber sehr problematisch, da der Hund ein Fleischfresser (Karnivor) ist.

Den wenigsten Hundesbesitzern dürfte klar sein, was alles für "leckere“ Sachen in diesen Futtersäcken sind. Von den Chemikalien, Konservierungsmitteln und Geschmacksverstärkern wissen schon viele, und es gibt inzwischen auch zahlreiche Marken, die angeblich ohne diese Schadstoffe auskommen. Wie ihr Futter trotz­dem mindestens ein Jahr halt­bar sein soll erklären sie nicht. Fakt ist, dass die Fertigfutterhersteller ihre Grundsub­stanzen so einkaufen, dass die Konservierungsstoffe schon enthalten sind. Deshalb brauchen sie bei ihrer eigenen Produktion keine Zusatzstoffe mehr hinzufügen und sie auch nicht zu deklarieren. Anders ausge­drückt: Wenn auf einem Hundefuttersack steht „keine Zusatzstoffe“, dann heißt das nur, dass der Hersteller bei seiner Verarbeitung keine Zusatzstoffe hinzugefügt hat; er darf das also auch dann, wenn er Vorprodukte, also Tier und Getreidemehle, mit Konservierungsstoffen verwen­det. Problematisch ist auch die Undurchsichtigkeit der Herkunft und der Qualität der einzelnen Zutaten. Dazu muss man erst mal wissen, was alles erlaubt ist unter Begriffen wie "Tierische Nebenprodukte“, "Geflügelfleisch­mehl“, “Trockenschnitzel", "Fischmehl“ oder "Knochenmehl“.

Im Folgenden einige Tierkörperteile, die auch in den besseren Hundefutterprodukten enthalten sind:
Hühner: Füße, Schnabel, Federn, Kot;    Rinder: Blut, Fell, Hufe, Hoden, Kot, Urin; dazu der Abfall von Getrei­de­mühlen und Gemüseverarbeitungsfabriken.

Füße, Hufe, Schnäbel, Federn usw. enthalten hohe Mengen an Stickstoff, der bei der Rohproteinberechnung als Proteinstickstoff in die Analyse eingeht und so den Rohproteinwert des Futtermittels erhöht, jedoch vom Hund nur schwer verdaut und kaum verwertet werden kann - was man auch leicht an den teils sehr großen Kothaufen erkennt -

*) auszugsweise aus “B.A.R.F” – Biologisch Artgerechte rohe Fütterung” von S. Simon

Wer sich intensiver mit dem Thema Fertigfutter auseinander setzten möchte, empfehle ich das Buch von Hans-Ulrich Grimm "Katzen würden Mäuse kaufen" - Schwarzbuch Tierfutter

Warum ist Fertigfutter so beliebt?

Die Tiernahrungsindustrie hat es durch intensive Werbung und Sponsoring von Tierärzten geschafft, dass viele Hunde- und Katzenbesitzer glauben, nur mit Trockenfutter würde ihr Tier ausreichend ernährt. Wie haben dann die Tiere vor 60 Jahren überlebt als es noch kein industriell hergestelltes Futter gab?

Der Haustiere werden -unterstützt durch die Werbung- vermenschlicht, die Bedürfnisse der Tiere an die der Menschen angepasst. Aber so ist es nicht, Tiere sind eigenständige Wesen mit eigenständigen Bedürfnissen und mögen Dinge, die wir nicht nachvollziehen können und zum Teil ekelig finden. Zudem ist es sehr bequem, Tüte oder Dose auf und ab in den Napf. Bei industriellem Fertigfutter steht nicht der den Hund im Mittelpunkt, sondern der Mensch!

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